Pizol 2013 - der Wahnsinn!
Eine Woche im Schnee, zusammen mit einsatzbereiten und immer zu kleinerem oder mittlerem Unsinn aufgelegten Teilnehmern, was will das Leiterherz mehr?
Das Lager 2013 wird als eines der besten in die Geschichte eingehen: Schnee bis zum Abwinken, abwechslungsreiche Pisten und kein Wölkchen am Himmel - am dritten Tag war es schon fast peinlich toll und alteingesessene Leiter munkelten von "Dekadenz" und "Verweichlichung". Doch die Vorteile waren offensichtlich: Es musste niemand überredet werden, das gemütliche Hotel Baschalva endlich zu verlassen und auf die Piste zu gehen, im Gegenteil: in der Furt warteten die Schneeverrückten jeweils ungeduldig auf die Leiter, deren Verspätung nur durch eine Spende leckerster Brownies zu erklären ist, welche den Kaffee nach dem Essen in die Länge zogen...
Nach hartem Einsatz auf der Piste gab es aber am Abend kein "dolce far niente"... Lawinenkunde war angesagt, eine coole Schneebar samt Hockern wurde gebaut, eine Mini-Bob-Bahn raffiniert gestaltet und getestet und immer war da die eigenartige Frage "Chumm ich nüüt über defür?"
Die Lagerwährung gab in der Tat Anlass für manches Missverständnis, war doch die Einheit das "nüüt". (wobei 1000 nüüt ein "Bizeli" war, 10 Bizeli galten "Öppis") Die Zweit- und Drittklässler wussten natürlich, es lohnt sich "nüüt" zu sammeln, denn am Casino-Abend will man ja nicht als armer Schlucker dastehen!
Die Woche ging im Flug vorbei: An der Oskar-Verleihung wurden erste Lagervideos prämiert, der Casino-Abend wurde von einer Auktion gekrönt, wo ein Säcklein saure Gummischlabbereien für mehrere Bizeli den Besitzer wechselten. Das Rennen wurde mit viel Einsatz bestritten, auch wenn nicht alle die gemeine, drittletzte, grüne Stange sahen und mit Torfehler ausschieden. Beim abschliessenden Nachtskifahren besannen sich dann manche auf ihre überstrapazierte Kondition, gaben dem Schlitten den Vorzug und testeten ihre Rückenwirbel auf der welligen Strecke nach dem Motto "Volle Kanne - gekotzt wird später!"
Unbestätigten Quellen zufolge hatten gewisse Elemente dennoch übrige Energie, welche in nächtliche Aktivitäten umgesetzt wurde. Umso mehr erstaunt, dass der Samstagmorgenputz so effizient wie noch selten klappte und die Ankunft in der Gemeinde Zell fast eine Stunde vor dem Zeitplan erfolgte.
Alles in Allem: Wir freuen uns auf das nächste Lager!