Winterportlager Melchsee-Frutt 2016

Was? Nicht Pizol? Wieso denn? (Okay, wir* haben im Baschalva ein Waschtrog aus der Wand gerissen, zwei Bett-Lättli hielten unseren Turnübungen nicht stand und die Nachtruhe um halb 11 empfanden wir eher als Empfehlung, aber war das denn wirklich so schlimm?)

* Und überhaupt: Das waren die Mädchen!!
Ich schwör's Mann...

tl_files/Bilder 2016/JanFeb/Melchsee_Frutt_16_01.jpgKurz: Nach 40 Jahren Baschalva hiess es: Sorry, besetzt! - Fieberhaftes Suchen nach einer Alternative setzte ein und wir wurden diesmal im Bergrestaurant Erzegg auf der Melchsee-Frutt willkommen geheissen.

In Sachen Wetter kriegten wir so ziemlich alles: dichten Nebel, herrlichen Sonnenschein, heftigen Schneefall und stürmische Böen. Schnee lag jedenfalls genug und wir gingen schon am Montag Nachmittag auf die Piste. Die Anfänger durchlitten die ersten Stunden auf unbekannten neuen Geräten. Schon in der ersten Viertelstunde brach ein Ski, verabschiedete sich ein Board ohne Passagier und wurden tiefe Einsichten geäussert: "Mein Snowboard hasst mich!"

Am Dienstag war nicht nur das Wetter freundlicher, ein weiteres Highlight wurde eröffnet: Der Hotpot vor dem Haus. Wer nicht frühzeitig von der Piste kam, fand ihn schon besetzt. Rekordbelegungen von bis zu 10 Wärmesuchenden wurden gemeldet. Vakanzen entstanden nur durch blitzartige Aktionen wie das Überqueren der Piste in Badehosen zwecks Herstellung eines "Ängelis" im Tiefschnee...

tl_files/Bilder 2016/JanFeb/Melchsee_Frutt_16_24.jpgAm Abend gab es Spiel und Spass. Verschiedene Karten- und Würfelspiele fanden Mitmacher und der Rubik-Cube erlebte ein rauschendes Comeback. (Profis traten mit Zeiten unter einer Minute gegeneinander an!) Im oberen Stock lechzten die Werwölfe nach dem Blut ihrer Mitspieler und beim "Dog" wurden Fieslinge durch niederträchtigste Gemeinheiten zu strahlenden Siegern.

Du häsch jo kei Aanig! - Händ er ghört? Es git es Grücht! - Die Lagerwährung erfreute sich grosser Beliebtheit, Freiwillige überboten sich geradezu um Jobs zu erledigen. Allerdings herrschte bald muntere Inflation. Der Preis für Tische reinigen stieg von einer "Aanig" in drei Tagen auf ein halbes "Grücht". Es wurde auch gemunkelt, dass Schüler X aus Z schon 10 Aanige "verdiente", indem er lediglich einen bestimmten Leiter 5 Minuten lang nicht nervte...

Harte Pistenaktion und (smarphonebedingte) kurze Nächte zehrten bei einigen an der Substanz. Berichte über einen Schüler, der beim Frühstück den Kopf ins Müesli sinken liess dürften einen wahren Kern enthalten. Am Samstag durften wir auf ein abwechslungsreiches und unfallfreies Lager zurückblicken. Wir freuen uns schon wieder auf den nächsten Winter!

Lagervideo ist aufgeschaltet!

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