Tellspiele 2017

«Durch diese hohle Gasse muss er kommen!»
Auf diesen hehren Satz warteten wir vergeblich, denn Tell sprach diesmal Mundart. Auch sonst boten die diesjährigen Tellspiele ein paar Neuigkeiten.

Die Drittklässler fahren jeweils im September an die Tellspiele in Interlaken - ein Highlight im letzten Oberstufenjahr, wie jeder zugeben muss, der dabei war!

Die Fahrt über den Brünig bekamen zwar nicht alle mit, da der Blick auf 5.5 Zoll limitiert war, also auf den Bildschirm des Smartphones. Die Schifffahrt über den Brienzersee dagegen liess sich kaum verpassen, die offen sichtbare Technik des Raddampfers war imposant.

Vor dem Abendessen: Ein Blick hinter die Kulissen der Freilichtbühne, gewürzt mit Anekdoten über menschliche und tierische Schauspieler.

Aber dann ging's los: Dorfszenen, Romanzen, Verschwörungen und gar Tyrannenmord: Der Wolfenschiessen wurde diesmal live gemeuchelt. Auch die Schiffszene, von der sonst jeweils nur erzählt wurde, fand auf offener Bühne statt. Dass die Eidgenossen neuerdings Mundart sprachen und nur die (bösen) Östereicher die wohlbekannten Schiller'schen Sätze von sich gaben, dürfte die Jugendlichen weniger gestört haben als den Deutschlehrer. (Der Schreiber ist zwar Mathe-Lehrer, gibt aber zu, dass er den gedrechselten Pathos von früher etwas vermisste.)

Am Ende siegte jedoch das Gute - also wir - und die Schweiz war wieder einmal gerettet.

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